Glossar Qualitätsmanagement

Ihnen ist ein Fachbegriff im Zusammenhang mit dem Qualitätsmanagement unklar oder Sie benötigen eine verlässliche Definition? Im TQ-Glossar zum Thema finden Sie alle relevanten Erläuterungen zu häufig verwendeten Begriffen aus unseren Geschäftsbereichen.

Alphabetische Auflistung

 A    I    N    P    Q    Z  
 A 

Akkreditierung

Der Begriff Akkreditierung (lat. accredere, Glauben schenken) wird in verschiedenen Bereichen benutzt, um den Umstand zu beschreiben, dass eine allgemein anerkannte Instanz einer anderen das Erfüllen einer besonderen (nützlichen) Eigenschaft bescheinigt. Konformitätsbewertungsstellen sind Organisationen, die folgende Dienstleistungen zur Konformitätsbewertung bereitstellen: Prüfung und Kalibrierung, Inspektion, Zertifizierung von Managementsystemen, Personen (Personenzertifizierung im Sinne eines Qualifikationsnachweises) und Produkten.

Eine Zertifizierungsstelle ist akkreditiert, wenn eine Akkreditierungsstelle formell bestätigt, dass die Zertifizierungsstelle die in der z. B. Normen DIN EN ISO/IEC 17021, DIN EN ISO/IEC 17024 und DIN EN ISO/IEC 17065 aufgeführten Voraussetzungen zur Durchführung von Bewertungen von Managementsystemen (zum Beispiel Qualitätsmanagement oder Umweltmanagement), Produkten oder Personen erfüllt.

Ein Prüf- bzw. Kalibrierlaboratorium ist akkreditiert, wenn es die z. B. Anforderungen der Norm DIN EN ISO/IEC 17025 erfüllt. Hierzu wird das Labor durch Begutachter einer unabhängigen Akkreditierungsstelle, welche die Norm DIN EN ISO/IEC 17011 erfüllt, begutachtet und durch Überwachungsbegutachtungen in Intervallen von ein bis eineinhalb Jahren überwacht. Eine Inspektionsstelle ist akkreditiert, wenn sie die Anforderungen der Norm z. B. ISO/IEC 17020 erfüllt und eine Akkreditierungsstelle dies formell bestätigt.

 I 

Integriertes Qualitätsmanagementsystem

Das Integrierte Managementsystem fasst Methoden und Instrumente zur Einhaltung von Anforderungen aus den Bereichen Qualität, Umwelt- und Arbeitssicherheit in einer einheitlichen Struktur zusammen. Unser integriertes QM-System erfüllt die Anforderungen, 

  • an das Qualitätsmanagement gemäß DIN EN ISO 9001
  • an das Qualitätsmanagement gemäß DIN EN 9100

in bestimmten Bereichen,

  • an das Qualitätsmanagement gemäß DIN EN 9110
  • in bestimmten Bereichen,
  • an das Qualitätsmanagement gemäß DIN EN ISO 13485
  • in bestimmten Bereichen, mit Ausnahme der Anforderungen an sterile und implantierbare Medizinprodukte,
  • an das Qualitätsmanagement gemäß DIN EN ISO/IEC 80079-34
  • in bestimmten Bereichen,
  • an das Umweltmanagement gemäß DIN EN ISO 14001
  • an das Energiemanagement gemäß DIN EN ISO 50001 am Standort Delling
  • an das Arbeitssicherheitsmanagement angelehnt an OHRIS (Occupational Health and Risk Management System).
 N 

Null-Fehler-Strategie

Die Null-Fehler-Strategie wurde Anfang der 1960er Jahre von dem Amerikaner Philip B. Crosby entwickelt und beschreibt eine fehlerfreie Produktion, bei der kein Ausschuss erzeugt werden soll und daher keine Nacharbeit notwendig wird.

Diese Strategie beruht auf der Annahme Crosbys: "Qualität" kostet nichts. Aber sie ist nicht geschenkt.“ 

Es wird davon ausgegangen, dass nicht die Produktion von Qualität Kosten verursacht, sondern die Behebung von Fehlern. Das Ziel des Programms ist somit der Ausschluss kleinster Mängel bei jedem vorhandenen Produktionsprozess, also auch bereits in der Entwicklungsphase des Produkts.

 P 

Prozessfähigkeit

Unter der Prozessfähigkeit versteht man, wie gut ein Prozess bzw. dessen Ergebnis (Output) mit der Anforderung (Kundenwunsch) übereinstimmt. Mit Hilfe des Prozessfähigkeits-Index Cp, Cpk kann:

  • die Leistungsfähigkeit eines Prozesses eindeutig beschrieben werden,
  • mehrere Prozesse mit dem gleichen Output einfach miteinander verglichen werden und
  • Verbesserungen von Prozessen aufgezeigt werden.

Der Prozessfähigkeits-Index Cp setzt dabei das vom Kunden vorgegebene Toleranzfenster mit der natürlichen Streuung des Prozesses (±3σ) ins Verhältnis.

 Q 

Qualitätsregelkreis oder PDCA-Zyklus

Qualitätsregelkreis, auch bekannt als PDCA-Zyklus, Demingrad, Demingkreis oder Shewhart-Zyklus,ist ein wesentliches Basiskonzept des Qualitätswesens im kontinuierlichen Verbesserungsprozess, bei der Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen oder für die Fehler-Ursachen-Analyse.

PDCA bedeutet Plan-Do-Check-Act (Planen-Ausführen-Überprüfen-Anpassen). Der PDCA-Zyklus ist einfach anzuwenden, lässt sich in allen Unternehmensbereichen sinnvoll nutzen und muss lediglich in der Anwendung auf die spezifische Aufgabenstellung hin angepasst werden. Einfachheit, schnelle Erlernbarkeit, gute Anpassbarkeit an die unterschiedlichsten Aufgaben und Problemstellungen sind die entscheidenden Vorteile der PDCA-Methode.PDCA-Zyklus, Demingkreis, Deming-Rad oder auch Shewhart Cycle beschreibt einen iterativen drei- bzw. vierphasigen Prozess für Lernen und Verbesserung des US-amerikanischen Physikers Walter Andrew Shewhart.

PDCA steht hierbei für das Englische Plan – Do – Check – Act, was im Deutschen auch mit ‚Planen – Tun – Überprüfen – Umsetzen‘ oder ‚Planen – Umsetzen – Überprüfen – Handeln‘ übersetzt wird. 

Qualitätsvorausplanung

Die Qualitätsvorausplanung ist ein wesentlicher Bestandteil des Qualitätsmanagements. Um alle Aufgaben während der Entwicklung neuer Produkte und Prozesse sowie Änderungen oder Verbesserungen zielorientiert und mit kleinstem Risiko ausführen zu können, müssen entsprechende Qualitätsmanagement-Richtlinien beachtet werden.
Der Qualitätsvorausplanungsprozess umfasst alle Schritte von der Entwicklung bis zur Serienfertigung und soll sicherstellen, daß Produkte und Zukaufteile zur richtigen Zeit, am richtigen Ort in der richtigen Menge und Qualität zur Verfügung stehen.

 Z 

Zertifizierung

Als Zertifizierung (von lat. „certus“ = bestimmt, gewiss, sicher und „facere“ = machen, schaffen, verfertigen) bezeichnet man ein Verfahren, mit dessen Hilfe die Einhaltung bestimmter Anforderungen nachgewiesen wird.

Zertifizierung ist ein Teilprozess der Konformitätsbewertung. Zertifizierungen werden oft zeitlich befristet von unabhängigen Zertifizierungsstellen wie z. B. DQS, TÜV oder DEKRA vergeben und die Standards unabhängig oder proprietär kontrolliert.

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