Anwendungen in der Luft- und Raumfahrt stellen besonders hohe Anforderungen an Gewicht, Zuverlässigkeit, Drehmoment und Bauraum. Ob Rover, robotischer Arm, unbemanntes Luftfahrzeug, Flugzeugklappe oder optisches Kommunikationssystem: Die Antriebe müssen präzise funktionieren, dauerhaft belastbar sein und sich kompakt in die übergeordnete Konstruktion integrieren lassen.
Der Ursprung von TQ-RoboDrive liegt in der Luft- und Raumfahrtforschung. Die Frameless-Motor-Technologie wurde im Umfeld des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt für anspruchsvolle Robotiksysteme entwickelt und unter anderem unter Weltraumbedingungen erprobt. Diese technologische Entwicklung wird auf der Seite Frameless-Pionier ausführlich dargestellt.
Heute bietet TQ-RoboDrive Frameless-Motoren für Luft- und Raumfahrt, kundenspezifische Aktuatoren und Integrationsleistungen. Unterschiedliche Durchmesser, Baulängen und Verschaltungen ermöglichen eine gezielte Abstimmung auf Drehmoment, Drehzahl, Spannung, Gewicht und Bauraum der jeweiligen Anwendung.
Welche Motoren eignen sich für Anwendungen in der Luft- und Raumfahrt?
Für kompakte und gewichtskritische Anwendungen eignen sich besonders Frameless-Servomotoren. Da Stator und Rotor direkt in die umgebende Konstruktion integriert werden, können zusätzliche Motorengehäuse, separate Wellen und weitere Bauteile reduziert oder funktional in die Gesamtstruktur eingebunden werden.

Die ILM-Serie eignet sich insbesondere für Anwendungen mit hohen Anforderungen an Präzision, thermische Belastbarkeit, Gleichlauf und individuelle Auslegung. Ihr vergossener Stator unterstützt eine leistungsfähige thermische Anbindung und macht die Serie besonders interessant für anspruchsvolle Raumfahrt-, Robotik- und Optikanwendungen.
Die ILM-E-Serie ist die leichte und kostenoptimierte Alternative für skalierbare Anwendungen und höhere Stückzahlen. Hall- und Temperatursensoren sind standardmäßig integriert. Damit kommt sie unter anderem für UAVs, modulare Verstelleinheiten und weitere serienmäßig gefertigte Aerospace-Anwendungen infrage.
Welche Motorserie geeignet ist, hängt vom vollständigen Last-, Bewegungs-, Temperatur- und Umgebungsprofil ab. Auch Anforderungen an Schwingungen, Vakuum, Temperaturbereich, Strahlung, Redundanz und Produktsicherheit müssen für das jeweilige Gesamtsystem projektspezifisch bewertet werden.

Jedes zusätzliche Kilogramm beeinflusst Nutzlast, Energiebedarf und Gesamteffizienz eines Luft- oder Raumfahrtsystems. Besonders bei UAVs, robotischen Armen und mobilen Raumfahrtsystemen wirkt sich die Masse eines Antriebs unmittelbar auf Reichweite, Beweglichkeit und vorgelagerte Strukturen aus. Frameless-Motoren unterstützen leichte Konstruktionen, da Stator und Rotor direkt in das System integriert werden. Vorhandene Gehäuse-, Wellen- und Lagerstrukturen können dadurch zusätzliche Funktionen des Motors übernehmen.

Luft- und Raumfahrtsysteme müssen häufig über lange Zeiträume zuverlässig funktionieren. Wartung ist während eines Einsatzes teilweise nur eingeschränkt oder überhaupt nicht möglich. Bürstenlose Frameless-Motoren besitzen keine mechanisch kommutierenden Bürsten und können abhängig vom Antriebskonzept mit wenigen verschleißanfälligen Übertragungselementen ausgelegt werden. Die Lebensdauer des vollständigen Antriebs hängt dennoch von Lagerung, Getriebe, Schmierung, Temperatur, Lastprofil und Umgebungsbedingungen ab. Diese Faktoren müssen deshalb gemeinsam mit dem Motor betrachtet werden.

In Fluggeräten, Rovern, Roboterarmen und Verstelleinheiten steht meist nur begrenzter Bauraum zur Verfügung. Gleichzeitig müssen hohe Kräfte, Haltemomente oder dynamische Lastspitzen bewältigt werden. Eine hohe Drehmomentdichte ermöglicht leistungsfähige Antriebe bei kompakten Abmessungen und geringem Gewicht. Das ist besonders relevant, wenn mehrere Motoren in einem System eingesetzt werden oder das Gewicht bewegter Achsen möglichst niedrig bleiben muss.

Rover bewegen sich auf schwierigem Untergrund und müssen über lange Zeiträume zuverlässig arbeiten. Je nach Mission kommen elektrische Antriebe für Fahrwerke, Lenkung, Instrumente, Probenahme oder Manipulatoren zum Einsatz.
Neben geringem Gewicht und hoher Drehmomentdichte sind robuste mechanische Integration, hohe Überlastfähigkeit und ein geeignetes thermisches Konzept wichtig. Bei niedrigen Geschwindigkeiten und hohen Lasten können außerdem hohe Haltemomente auftreten.
Abhängig von Präzisionsanforderung, thermischem Umfeld und Stückzahl kommen ILM- oder ILM-E-Motoren infrage. Die Frameless-Bauweise ermöglicht eine direkte Integration in Rad-, Lenk- oder Gelenkstrukturen und unterstützt dadurch kompakte Antriebseinheiten.

Robotische Arme übernehmen Inspektions-, Handhabungs-, Montage- oder Wartungsaufgaben. In der Raumfahrt müssen sie häufig hohe Lasten präzise bewegen und gleichzeitig möglichst leicht aufgebaut sein.
Neben hoher Drehmomentdichte sind geringe Massenträgheit, präzise Regelbarkeit und ein zuverlässiges Haltemoment entscheidend. Eine große Hohlwelle kann die interne Durchführung von Kabeln, Datenleitungen oder Medien ermöglichen und unterstützt einen geschützten Aufbau der Gelenke.
Für besonders anspruchsvolle, thermisch belastete oder individuell ausgelegte Systeme empfiehlt sich häufig die ILM-Serie. Abhängig von Stückzahl und Anforderungsprofil kann auch die ILM-E-Serie eingesetzt werden.

Unbemannte Luftfahrzeuge reagieren besonders sensibel auf Gewicht und Energieverbrauch. Elektrische Motoren können dort beispielsweise in Nutzlastsystemen, Kameraplattformen, Sensorachsen, Verstelleinheiten oder weiteren Hilfsantrieben eingesetzt werden.
Neben geringem Gewicht sind hohe Dynamik, kompakte Abmessungen und ein effizienter Betrieb relevant. Der Motor muss Bewegungen präzise ausführen und zugleich den Energiebedarf des Gesamtsystems möglichst gering halten.
Für skalierbare UAV-Anwendungen kann die ILM-E-Serie durch ihre leichte Bauweise, standardmäßig integrierte Sensorik und kostenoptimierte Fertigung besonders interessant sein. Bei hochpräzisen optischen oder individuell ausgelegten Systemen kommt häufig die ILM-Serie infrage.

Elektrische Antriebe können in Luftfahrzeugen zum Verstellen von Klappen, Luftführungen, Abdeckungen oder anderen beweglichen Komponenten eingesetzt werden. Diese Anwendungen erfordern hohe Zuverlässigkeit und eine genaue Abstimmung auf Lasten, Verfahrwege und Betriebspunkte.
Neben hoher Drehmomentdichte und Lebensdauer sind Überlastfähigkeit, Haltemoment und thermische Auslegung wichtig. Je nach Sicherheitskonzept können zusätzlich Bremsen, redundante Sensorik oder mechanische Sicherungselemente erforderlich sein.
ILM- und ILM-E-Motoren lassen sich mit unterschiedlichen Getriebekonzepten kombinieren oder bei passendem Lastprofil als Direktantrieb einsetzen. Die konkrete Architektur muss anhand des vollständigen Betriebs- und Sicherheitsprofils ausgelegt werden.

Elektrische Verstelleinheiten für Sitze, Lehnen oder weitere Kabinenkomponenten sollen kompakt, leise und zuverlässig arbeiten. In Luftfahrzeugen spielen zudem geringes Gewicht und eine platzsparende Integration eine wichtige Rolle.
Frameless-Motoren ermöglichen es, den Antrieb direkt in die mechanische Struktur der Verstelleinheit einzubinden. Motor, Getriebe, Lagerung und Sensorik können dadurch gezielt an den verfügbaren Einbauraum angepasst werden.
Für serienmäßig gefertigte Verstelleinheiten und höhere Stückzahlen kann die ILM-E-Serie eine wirtschaftliche Lösung darstellen. Die Auswahl hängt unter anderem von Drehmoment, Geschwindigkeit, Geräuschverhalten, Einschaltdauer und Sicherheitsanforderungen ab.

Laserkommunikationssysteme übertragen Daten über präzise ausgerichtete optische Verbindungen. Die verwendeten Spiegel, Optiken oder Tracking-Einheiten müssen dafür sehr genau und gleichmäßig positioniert werden.
Neben höchster Präzision sind geringer Gleichlauffehler, geringes Cogging, hohe Regelgüte und thermische Stabilität entscheidend. Bereits kleine Schwingungen oder Positionsabweichungen können die Ausrichtung des optischen Signals beeinflussen.
Die große Hohlwelle eines Frameless-Motors kann die Durchführung von Optik, Kabeln oder Sensorleitungen erleichtern. Für besonders präzise Tracking- und Schwenkachsen kommt vorrangig die ILM-Serie infrage.
Reaktionsräder werden in Satelliten eingesetzt, um deren Ausrichtung präzise und ohne Treibstoff zu verändern oder zu halten. Beschleunigt oder bremst der Motor ein Schwungrad, wirkt durch die Drehimpulserhaltung ein entgegengesetztes Drehmoment auf den Satelliten. Control Moment Gyroscopes (CMGs) arbeiten ebenfalls mit rotierenden Schwungmassen, verändern zusätzlich deren Achsrichtung und können dadurch deutlich höhere Drehmomente erzeugen.
Für diese Anwendungen sind geringes Gewicht, kompakte Abmessungen, hohe Dynamik und eine sehr präzise Drehmomentregelung besonders wichtig. Drehmomentdichte Frameless-Motoren ermöglichen die direkte Integration des Rotors in das Schwungrad, sodass auf ein Getriebe verzichtet werden kann. Dadurch lassen sich kompakte und leichte Antriebe mit geringen Verlusten und hoher Zuverlässigkeit realisieren.
Für hochpräzise und individuell ausgelegte Reaktionsrad- und CMG-Systeme kommt vorrangig die ILM-Serie infrage. Je nach Stückzahl und Standardisierungsgrad kann auch die ILM-E-Serie eine geeignete Lösung darstellen.
Frameless-Motoren eignen sich für Luft- und Raumfahrt, weil sie geringes Gewicht, hohe Drehmomentdichte und große konstruktive Freiheit verbinden. Stator und Rotor werden direkt in die Anwendung integriert, sodass vorhandene Gehäuse- und Wellenstrukturen genutzt werden können. Dadurch lassen sich kompakte Antriebe für Rover, Roboterarme, UAVs, Verstelleinheiten und optische Systeme entwickeln.
Für Rover eignen sich Frameless-Servomotoren mit hoher Drehmomentdichte, Überlastfähigkeit und zuverlässigem Haltemoment. Je nach Funktion werden sie in Fahr-, Lenk-, Manipulator- oder Instrumentenachsen eingesetzt. Die Motorintegration muss an Temperatur, mechanische Belastungen, Einschaltdauer und Energieversorgung angepasst werden. Abhängig von Präzisionsanforderung und Stückzahl kommen ILM- oder ILM-E-Motoren infrage.
Motoren für robotische Raumfahrtarme müssen leicht, drehmomentstark und präzise regelbar sein. Zusätzlich sind geringe Massenträgheit, zuverlässiges Haltemoment und eine robuste thermische Integration wichtig. Eine große Hohlwelle kann die Durchführung von Kabeln und Datenleitungen durch die Gelenke ermöglichen. Für besonders anspruchsvolle oder individuell ausgelegte Systeme eignet sich häufig die ILM-Serie.
Frameless-Motoren ermöglichen leichte und kompakte Antriebe für Nutzlasten, Sensoren, Kameraplattformen und Verstelleinheiten in UAVs. Durch die direkte Integration lassen sich zusätzliche Gehäuse- und Wellenelemente reduzieren. Neben geringem Gewicht sind Dynamik, Effizienz und präzise Regelbarkeit wichtig. Für skalierbare UAV-Anwendungen kann die leichte und kostenoptimierte ILM-E-Serie besonders interessant sein.
Für Laserkommunikationssysteme eignen sich hochpräzise Frameless-Servomotoren mit gleichmäßigem Motorlauf, geringem Cogging und hoher Regelgüte. Sie positionieren Spiegel, Optiken oder Tracking-Einheiten sehr genau. Eine große Hohlwelle kann die Durchführung optischer Pfade, Kabel oder Sensorleitungen unterstützen. Für besonders anspruchsvolle Positionier- und Trackingachsen empfiehlt sich häufig die ILM-Serie.